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Infos zum Schweineblut am 29.10.2021

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Details

Im Vereinslokal gibt es deftige Kost

und natürlich was zu gewinnen

 

Bitte Tisch reservieren

 

Das alljährliche Schweineblut ist zu einer festen Veranstaltung im Terminplan von Blau-Weiß Mülhausen geworden. Aber was genau hat es mit dieser Verlosung eigentlich auf sich?

Mit Sankt Katharina beginnt der Winter, hieß es früher. Der Tag der Heiligen Katharina ist der 25. November, zwischen November und März rechnen die Landwirte mit Frost. In dieser Zeit fanden früher nicht nur bei Landwirten und Gastwirten, sondern auch bei vielen Einheimischen Hausschlachtungen statt. Gewurstet wurde zu Hause - meist mit einem Helfer, der Schlachten und Wursten konnte. Für die Erwachsenen gab es dazu das ein oder andere "Blootsdröpke" (Blutströpfchen). Und natürlich gehörte auch eine Schüssel Panhas oder Tüüt dazu - am liebsten mit Schwarzbrot gegessen.

 

 

Aus der Hausschlachtung entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte das so genannte Schweineblut, das in den örtlichen Gaststätten veranstaltet wird. In den 1950er- und 1960er-Jahren gab es beispielsweise in Süchteln wie auch in Sittard, Hagenbroich oder Dornbusch, aber auch in Grefrath, Vinkrath, Oedt, Mülhausen oder Vorst weit mehr als zwei Dutzend Gaststätten, in denen man zwischen November und März zum "Schweineblut" einlud.

Das heute kommerzielle "Schweineblut" läuft nach bestimmten Regeln ab. Meist ziehen zwei bis vier Mitglieder durch

die Gaststätte und verkaufen Karten eines Skat- oder Romméspiels. Unterschiedlich ist der Preis einer Spielkarte, der zwischen 1 Euro und 2,50 Euro liegen kann. Das bedeutet mitunter auch, dass der ein oder andere Gast mehr Fleisch gewinnt, als ihm lieb ist.

Die Gewinner sind rasch ermittelt, denn aus einem zweiten Kartenspiel werden von unbeteiligten Personen die Gewinnkarten gezogen, vorgelesen und in der Gaststätte hochgehalten. Wer also die gezogene Karte aus dem ersten Kartenspiel in seinem Besitz hat, hat einen Preis gewonnen. Das war früher meist nur ein Schinken, eine Blut-, Brat- oder Leberwurst. Heutzutage kommen auch Frühstückskörbe in die Verlosung. Was verlost wird, wird den Gästen vor dem Durchgang gezeigt. Wenn etwa nur Teile vom Schwein verlost werden und ein Gast mag nicht so gerne Schweinfleisch, kann er einfach bei einem Durchgang aussetzen.                                               

Für Stimmung ist stets gesorgt bei einem "Schweineblut". Und wenn eine Person oder ein Ehepaar gleich mehrere Würste oder Schinken  gewonnen hat, dann hört man nicht selten: "Die habbe jezz Fleesch jenoch“ (Die haben jetzt Fleisch genug).

Wir bitten um Tischreservierungen ab 19. Oktober unter der Rufnummer  02158 / 400295 oder direkt im Lokal „Albert-Mooren-Halle“.   

 

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